3 Tage Fasten bei Gemüsebrühe und Wasser – und es war toll

fasten

Trägt einen durch den langen Fastentag: der Plan.

Natürlich habe ich schon häufig Phasen gehabt, in denen ich – meiner Gesundheit und Genussfähigkeit zuliebe – auf Verschiedenes bewusst verzichtet habe: Alkohol, Süßigkeiten, Fleisch. Das heißt, ich weiß aus Erfahrung, dass es dem Körper und auch mental gut tut, ab und zu mal die Essgewohnheiten zu überprüfen bzw. zu verändern. Was ich allerdings bisher noch nicht getan habe, ist Fasten. Und weil für mich der Jahresanfang (nach Burgunderbraten, Klößen und Keksen) die beste Jahreszeit dafür ist, habe ich mich kurzerhand mit mir selbst dazu verabredet.

Ein verlängertes Wochenende wurde im Kalender markiert, Freunde und Familie eingeweiht („bin dann für ein paar Tage nicht da…“) und die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen: Gemüsefond für fünf Tage zubereiten, Kräutertee in der Apotheke besorgen und Wärmflasche aus dem Schrank kramen. Am Tag bevor es losgehen sollte, spürte ich ein leichtes Kribbeln in der Magengegend. Ich war irgendwie aufgeregt, neugierig darauf, wie es sich anfühlen würde. Ob ich wohl vor Hunger nur lethargisch auf dem Sofa hängen und mich nachts plötzlich beim Plündern des Kühlschranks überraschen würde?

Es ging los – doch Hunger und Gelüste blieben aus. Stattdessen stand für mich der erste Tag bei Wasser und drei Tassen Basenbrühe (morgens, mittags und abends) dramatisch im Zeichen des Koffeinentzugs. Offen gestanden war ich mir nicht bewusst, dass ich einen solchen durchmachen würde. Ich bin nicht gerade ein Kaffee-Junkie, trinke aber seit meiner Jugend täglich morgens Kaffee. Bis zu diesem ersten Fastentag: Schwindel, Übelkeit, Kreislaufprobleme. Als ich mich am frühen Abend ins Bett schleppte, begann ich mich schon damit abzufinden, dass meine Fastenkur am folgenden Morgen enden würde.

Aber glücklicherweise kam es anders. Tag 2 war ich zwar schläfrig, aber Übelkeit und Schwindel waren verflogen. Ich hing meinen Gedanken nach, drehte jeweils nach den drei Mahlzeiten eine kleine Runde durch den Park und schlief früh, fest und viel. Auch der dritte Tag lief in diesem Stil ab, ich bemerkte lediglich einen beachtlichen Zuwachs an mentaler Klarheit. Extrem schnell konnte ich von konzentrierter Wachheit zu tiefer Entspannung wechseln. Das war der faszinierendste Effekt des Fastens. Vor allem, weil er mir auch in den ersten Wochen danach erhalten blieb.

Also ich weiß jedenfalls schon heute, was ich Anfang 2012 tun werde!

Über die Autorin

fasten
Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Keine Bewertungen)
Loading...
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.