Achtsamkeit: So bleibt ihr auch in stressigen Situationen gelassen

Tipps Achtsamkeit

Gibt’s Ärger, mach‘ Om. Gegen Wut helfen Techniken der Achtsamkeit.

Ob morgens auf der Fahrt zur Arbeit („A 1, zwölf Kilometer Stau“), beim Anstehen im Supermarkt („Storno, Kasse fünf!“) oder im Disput mit dem Partner („Ich will ja nichts sagen, aber…“) – das Leben kann manchmal so verdammt anstrengend sein! Auch wenn Ärger zu den Grundemotionen des Menschen gehört und somit eine gesunde Reaktion darstellt: Es ist besser, man hat ein paar Strategien parat, um sich nicht von ihm mitreißen zu lassen. Denn sonst leidet man nicht nur selbst, auch unsere Mitmenschen fühlen sich alsbald genötigt, das Weite zu suchen. Und das wollen wir auch wieder nicht. Deshalb gibt es heute ein paar, leicht anzuwendende Tipps aus der Achtsamkeit, mit denen ihr eure Wut in den Griff bekommen und gelassener in Stresssituationen bleiben könnt.

Erkennen, was einen wütend macht

Manchmal spürt man nur diesen beschleunigten Puls und Tunnelblick – alle Zeichen stehen auf Sturm und es scheint, als stünde der Kontrollverlust unmittelbar bevor. Käme in diesem Augenblick jemand zur Tür hinein, er müsste sich warm anziehen. Jetzt heißt es, tief durchatmen: Das senkt unser Stresslevel und weitet den Blick. Erst dann können wir wieder halbwegs klar denken und erspüren, was uns wirklich so aufregt. Denn oft sind die vermeintlichen Anlässe falsche Fährten und der Auslöser liegt ganz woanders. Wut ist in der Regel ein Hinweis darauf, dass wir uns irgendwie hilflos fühlen – oder zumindest in unserem Handlungsspielraum eingeschränkt. Also immer nachhaken, ob etwas der wahre Grund für den Ärger ist.

 Ärger erkannt, Ärger gebannt

Ganz so einfach ist es zwar nicht – geht aber in die richtige Richtung: Wenn ich zumindest schon mal weiß, dass mein Ärger aus dem Gefühl entsteht, in einer Situation „gefangen“ zu sein aus der ich schleunigst wieder weg will, spüre ich meinen inneren Konflikt als Ursache deutlich und kann wenigstens die Pseudo-Auslöser verschonen. Der Bleistift bleibt ganz, der arglose Kollege an der Tür wird auf ein paar Minuten vertröstet (bis ich mich abgeregt habe) und statt meinen Wagen als Waffe im Stadtverkehr einzusetzen, schleiche ich mich auf die rechte Spur und schalte meine Lieblingsmusik an.

Dinge, die man nicht ändern kann sind: Dinge, die man nicht ändern kann – oder doch?

Wenn Ärger also etwas ist, das mit den Dingen zu tun hat, die wir nicht (oder scheinbar nicht) ändern können, ist es das Beste, diese für den Moment einfach so hinzunehmen. Und – puff – Konflikt gelöst, Ärger futsch. Zumindest bei den Profis, also den Menschen unter uns, die sich in der Fähigkeit, achtsam zu sein geübt haben. Nichts anderes ist es, wenn man die Dinge erst einmal so annimmt, wie sie sich im Hier und Jetzt offenbaren. Das Ganze hat übrigens nichts mit „sich ergeben“ zu tun, sondern eher mit Kraft schöpfen, klar sehen und Handlungsmacht zurückgewinnen. Denn nur wer die Dinge akzeptiert, kann sich bewusst für eine Art des Umgangs damit entscheiden. Und plötzlich sind die scheinbar so unabänderlichen Situationen wieder voller Möglichkeiten. Probiert es doch mal aus!

Über die Autorin

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Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
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