Gesunde Ernährung

Alpen-Küche im Winter

06. Dezember 2015

Ob Knödel mit Kraut, Käsespätzle mit Zwiebeln oder Germknödel mit Pflaumen – die typischen Gerichte der Berge sind so ursprünglich wie schmackhaft. Gerade jetzt, wenn der Wind eisig ums Haus pfeift, kommen sie wieder häufiger auf die Teller. Denn der Körper braucht Heizstoff gegen die Kälte – da kommt die reichhaltige alpine Winter-Küche genau richtig.

Einfache und kreative Küche in den Alpen

Winter Küche Alpen

Die Alpen sind bis heute geprägt von kleinbäuerlichen Betrieben, die vorwiegend Milch produzieren. Schon immer wurde hier hart gearbeitet und entsprechend kalorienreich gekocht. Zudem war man in den regionalen Zutaten für das Essen eingeschränkt: Es gab vor allem Milchprodukte, Getreide, Pilze, Kräuter und Gemüse. Fleisch kam selten auf den Teller. Den Vorrang hatten kohlenhydratreiche Mehlspeisen, die Gerichte waren einfach und nahrhaft. Doch die „Arme-Leute-Küche“ der Alpen brachte auch kulinarische Vorteile: Die Notwendigkeit, aus einem begrenzten Arsenal an Zutaten das Optimale herauszuholen, schulte die Kreativität. So finden wir heute neben allerlei einfachen, ursprünglichen Gerichten auch exquisit verfeinerte Gourmet-Speisen.

Traditionelle Gerichte der Alpen

Jetzt im ausklingenden Herbst und Übergang zum Winter sind auch die Alpen ein Eldorado für Fleischliebhaber. Denn Gams, Hirsch und Hase laufen dem Jäger nun häufiger vor die Flinte. Das Fleisch der Wildes ist besonders zart und aromatisch, da die Tiere sich zumeist von Kräutern auf hoch gelegenen Almwiesen ernähren. Wer schon einmal Rehstrudel oder Gamsragout in den Alpen gegessen hat, weiß das. Aus den typischen Alpen-Zutaten wie Buchweizen, Graupen und Kastanien werden allerlei Teige für Krapfen, Knödel und Nudeln hergestellt. Diese werden oft gemeinsam mit einer Sahnesauce, Kräutern und geräuchertem Speck serviert. Das heizt den Körper so richtig auf, wenn man angenehm ausgepowert vom Skifahren kommt. Milchprodukte wie Käse, Joghurt und eben Sahne ziehen sich wie ein roter Faden durch die Küche der Alpen. Kein Wunder, dass die Berge ohne die Milchkuh schier unvorstellbar erscheinen. Fehlt nur noch der Kaiserschmarrn als Dessert!

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