Basenfasten oder Mayr-Kur – wer macht das Rennen?

Gesundes Obst zum Basenfasten. Foto: Menschels Vitalresort

Gesundes Obst zum Basenfasten, Foto: Buffet in Menschels Vitalresort

Eva und ich (Tanja) haben auch in diesem Jahr wieder gefastet. Wir beide haben unsere Kuren zum zweiten Mal gemacht und sind daher schon ein wenig erfahren in unseren Fastenformen. Es wäre daher interessant zu wissen, welche Fastenkur wir jeweils gewählt haben, was uns dazu motiviert hat und ob wir es wieder tun würden – oder?

Dazu Eva: Ich habe Basenfasten gemacht. Das bedeutet, eine Woche nur basische Lebensmittel zu sich nehmen: Obst, Gemüse – auch Kartoffeln und Avocados – Olivenöl, Mandeln. Letztes Jahr habe ich bei meinem Heilpraktiker ein Seminar zum Thema „Gesunde Ernährung“ besucht. Das hat ein wenig den Ausschlag dazu gegeben, es überhaupt mit dem Basenfasten zu versuchen. Denn dort hieß es: „Basenfasten ist eine wirksame Art, den Organismus beim Entschlacken zu unterstützen, ohne schlapp und hungrig zu sein.“ Gerade der Aspekt, dass man fasten kann, ohne dabei völlig erschöpft zu sein, hat mich angesprochen.

Delikatesse bei der Mayr-Kur: altbackene Dinkelsemmeln

Tanja: Auch ich habe nach einer Fastenkur gesucht, bei der ich möglichst wenig hungern muss, denn ich hatte an Zweifel, ob ich das wirklich durchhalten könnte. Meine Recherchen im Internet haben mich zur Mayr-Kur geführt, auch bekannt unter dem Namen „Milch-Semmel-Kur“. In meinem Fall – ich habe mir für die Kur ein verlängertes Wochenende ausgesucht – ist das Ganze eine Semmel-Joghurt-Kur: Es gibt also nichts außer Dinkelbrötchen, die ich Tage zuvor gebacken habe, mit einem Becher Joghurt – jeweils morgens, mittags und abends. Dazwischen mal eine Basenbrühe oder dünnen Tee.

Warum ich ausgerechnet diese Kur gewählt habe? Offen gestanden, ich habe einfach die erstbeste genommen, die mir halbwegs zugesagt hat und machbar erschien. Hauptsächlich motiviert durch den angeblich ausbleibenden Hunger. Während der Kur dann habe ich noch andere für mich passende Vorzüge dieser Fastenart entdeckt: Das Essen ist nämlich unglaublich fade und öde. Das ist gerade für mich als jemand, der unglaublich gerne isst, zunächst eine harte Angelegenheit. Aber schon nach einem Tag habe ich aus so einem alten Dinkelbrötchen wirklich jede Nuance herausgeschmeckt. Man mag es nicht glauben, aber das war für mich wirklich das absolute Highlight des Tages, so ein altbackener Brötchen zu mümmeln.

Eva: Bei mir war es so, dass ich gerne ein paar Kilo abnehmen wollte. Aber eben nicht mal eben auf die Schnelle und mit der Brechstange, sondern auf sanfte und gesunde Weise. Also abnehmen und gleichzeitig meinem Körper was richtig Gutes tun. Das Tolle am Basenfasten ist, dass die Rezepte alle so einfach sind und man die Gerichte schnell zubereiten kann – dazu habe ich übrigens auch einen Buchtipp parat, den verrate ich am Schluss. Außerdem bleibt man, im Gegensatz zum Heilfasten, leistungsfähig und fit. Das ist besonders wichtig für mich, als berufstätige Mutter eines Kleinkindes. Außerdem hat mich die lange Liste der positiven gesundheitlichen Effekte motiviert. Da heißt es, dass man schon nach kurzer Zeit die typischen Symptome von Übersäuerung im Körper lindern kann, wie zum Beispiel Allergien, Migräne oder Gelenkschmerzen. Und eben zugleich etwas für die Figur tut.

Gemüse für die Basensuppe und Joghurts für die Semmeln. Tanjas Ration während der Mayr-Kur.

Tanja: Bei mir war Abnehmen zwar nicht ganz oben auf meiner Wunschliste für die Fastenkur, aber ein willkommener Nebeneffekt. Das Tolle ist, dass man in der Zeit nach dem Fasten wieder ganz langsam anfängt, zu essen. Sehr bewusst und ausgewählt. Und eben dieses, für die Mayr-Kur typische lange Kauen an jedem Bissen. Ich bin letztens mit einer Freundin Essen gegangen, da habe ich deutlich länger an meiner Vorspeise gesessen und auch den Wein viel langsamer getrunken. Also ich kann für mich klar sagen, dass ich die Kur nur für die Zeit danach mache. Während dieser drei, vier Tage bei Semmeln und Joghurt ist es schon hart. Aber wenn man danach wieder genuss- und maßvoll zu essen beginnt, dann ist das einfach nur toll! Von daher: Ich bin auch im Februar 2013 wieder dabei.

Eva: Kann ich für mich genauso sagen! Vor allem, wenn ich bedenke, wie satt und gut ich mich dabei gefühlt habe, nur Obst, Gemüse und gutes Olivenöl zu essen. Sollte ich wiedermal ein paar Pfund zu viel auf der Waage haben, mache ich das jederzeit wieder. Dazu muss ich auch nicht bis zur nächsten Fastenzeit warten. Genauso klasse finde ich, dass man sich durch so eine Fastenwoche ganz einfach von ungesunden Gewohnheiten trennt, wie zum Beispiel der Snack abends vor dem Fernseher. Allen, die es einmal selbst probieren wollen, empfehle ich dieses Buch mit leckeren Rezepten von Sabine Wacker!

Wenn Sie selbst einmal fasten wollen: Man kann das Ganze auch in einem Wellnesshotel machen. Das hat den großen Vorteil, dass man sich nicht selbst vorbereiten und die entsprechende Umgebung schaffen muss. Zugleich gibt es zig Möglichkeiten, sich zu entspannen und den Körper zu pflegen. Bei Wellness-Hotels & Resorts haben einige Hotels extra Fasten-Angebote ausgearbeitet.  In Menschels Vitalresort an der Nahe kann man echtes Heilfasten ausprobieren, mit ärztlicher Betreuung natürlich. Auch die Mayr-Kur kann man im Wellnesshotel machen: Das Bad Clevres Gesundheitsresort & Spa bietet sie zum Beispiel an. Noch mehr Hotels und Fastenformen finden Sie auf unserer Website!

Über die Autorin

Tanja
Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne (Keine Bewertungen)
Loading...
0 Kommentare

Dein Kommentar

An Diskussion beteiligen?
Hinterlasse uns Deinen Kommentar!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.