Manche mögen’s heiß: Wellness und Gesundheit durch Sauna

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Entspannt und ist gesund: Sauna im Wellnesshotel Angerhof

Wie gut, dass unsere Vorfahren vor schätzungsweise 40.000 Jahren auf die Idee gekommen sind, im Feuer erhitzte Steine als Wärmequelle für ihre Höhlen zu nutzen. So konnten sie sich wenigstens zeitweise vor der eisigen Kälte schützen und ganz nebenbei die Entstehung einer der beliebtesten Wellness-Anwendungen überhaupt vorantreiben: die der Sauna. Die hat von damals bis heute natürlich einiges an Entwicklung erfahren – von den Heißluftbädern der Griechen über die prunkvollen Thermenkomplexe der Römer bis hin zu den zahllosen Bäder- und Sauna-Arten der Gegenwart. Ihnen allen gemein sind die zentralen Elemente Wasser, Luft, Kälte und Hitze. Im Fokus steht heute wie damals das Bedürfnis nach Wärme, Reinigung und Entspannung. Wie gesund Sauna ist und was man für einen Sauna-Besuch beachten sollte, das lest ihr in diesem Artikel.

Sauna-Boom mit vielen positiven Effekten auf Gesundheit und Wohlbefinden

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Sauna mit Meerblick im Wellnesshotel Neptun an der Ostsee

Sauna boomt, auch in Deutschland. Neben den weitläufigen Wellnessanlagen gibt es hierzulande auch immer mehr Saunen fürs Eigenheim und für den Garten. Zwei Drittel aller Deutschen war schon mal in der Sauna, mehr als 30 Millionen saunieren regelmäßig, Tendenz steigend. Angesichts der vielen positiven Effekte, die Sauna auf die Gesundheit hat, sind das erfreuliche Zahlen. Schaut man all ihre Wirkungen im Detail an, könnte man die Sauna glatt eine veritable Eier legende Wollmilchsau der Wellnessanwendungen nennen: Sie stärkt unser Herz-Kreislauf-System auf eine Weise, wie es sonst nur ein Bewegungssport schafft, entschlackt wie eine Fastenkur und entspannt so tiefgehend wie die besten Anti-Stress-Programme. Die hohen Temperaturen bewirken zudem eine vermehrte Bildung von Antikörpern und kräftigen damit das Immunsystem. Kein Wunder also, dass Sauna für immer mehr Menschen das Mittel Nummer eins für Prävention und Wellness ist. Vor allem, wenn auch der Beauty-Effekt kommt nicht zu kurz kommt: Ein Saunabesuch vergrößert die äußeren Hautzellen, glättet und versorgt sie mit Feuchtigkeit. Das Ergebnis: spürbar zarte Haut noch Tage danach.

Sauna – ein Feuerwerk für die Sinne

Saunabaden ist nicht nur gesund, es ist auch ein Erlebnis für die Sinne: Wärme durchdringt den Körper, Düfte von Nadelholz steigen in die Nase, kleine Schweißperlen kitzeln uns am Rücken. Der anschließende Tauchgang in kaltes Wasser lässt unsere Gefäße erst zusammenziehen, um sie in der Ruhephase wieder zu weiten, und erzeugt damit dieses angenehm prickelnde Gefühl von Kopf bis Fuß: Während die Sinne hellwach sind durchströmt uns tiefe, wohlige Entspannung.

Damit ihr dieses Feuerwerk der Sinne bei eurem Saunabesuch am eigenen Körper erleben könnt, solltet ihr diese Tipps beherzigen:

Nehmt euch Zeit

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Saunieren mit Blick ins Grüne im Wellnesshotel Freund im Sauerland

Zum klassischen Saunagang (finnische Sauna) gehört eine Vorbereitungsphase, in der man sich abduscht sowie eine Aufwärm- und Abkühlungsphase mit anschließender Ruhezeit. Ratsam sind zwei bis drei solcher Gänge an einem Tag. Man sollte sich daher am besten auch drei Stunden Zeit nehmen für einen gelungenen Sauna-Tag.

Sauniert nicht mit vollem Bauch, aber auch nicht mit leerem

Ihr kennt sicher dieses Gefühl, wenn ihr gerade gut gegessen habt und der volle Bauch das Zwergfell etwas nach oben drückt. Logisch, dass das nicht angenehm ist, wenn man gerade vorhat, in der Sauna zu schwitzen. Der Köper ist nämlich währenddessen mit der Verdauung beschäftigt, die Energie zur Hitzeabwehr steht ihm dann nicht mehr zur Verfügung. Die Folge: Durch den Blutmangel im Gehirn entstehen Schwindel und Übelkeit. Also keine gute Idee. Am besten wartet ihr also drei Stunden nach der letzten Hauptmahlzeit mit eurem Saunagang oder esst nur einen kleinen, wenig belastenden Salat vorneweg. Aus dem gleichen Grund (Körper braucht Energie für den Umgang mit der Hitze) solltet ihr auch nicht hungrig saunieren.

Nichts trinken während des Saunierens

Man könnte meinen, dass es doch sinnvoll sei, den Wasserverlust durch das Schwitzen vor Ort und Stelle wieder auszugleichen und noch während des Saunagangs die Wasserflasche anzusetzen. Ist es aber nicht: Denn damit würde man die reinigende und entgiftende Wirkung der Sauna gleich wieder zunichte machen. Während des Schwitzens löst der Körper nämlich Flüssigkeit aus den Zellzwischenräumen unseres Bindegewebes – und damit auch einiges an alten Stoffwechselprodukten. Die schwemmt er mit unserem Schweiß aus und sorgt quasi für den inneren Frühjahrs- oder wie jetzt: Herbstputz. Wäre doch blöd, wenn wir ihm stattdessen das gute Mineralwasser anbieten und auf unserem Abfall sitzenbleiben. Trinken also – erst auf dem Weg nach Hause.

So kommt ihr richtig ans Schwitzen

Ein idealer Saunagang dauert zwölf, höchstens fünfzehn Minuten. Damit sich die Hitze möglichst gleichmäßig auf der Körperoberfläche verteilt, sollte man sich am besten flach hinlegen. Das hat zudem den Vorteil, dass die Muskulatur entspannt und die Körperenergie vollends in die Hitzeabwehr und somit ins Schwitzen fließen kann. Dabei gilt natürlich: Je höher ich in der Sauna liege, desto heißer ist es. Die Temperaturunterschiede können von Deckenhöhe bis zum Fußboden rund fünfzig Grad betragen. Falls es also auf der obersten Bank zu heiß wird und ihr auch nicht genug Platz zum Liegen habt, setzt euch auf eine der unteren Bänke – allerdings mit angewinkelten Beinen, damit der gesamte Körper auf einer Temperaturzone bleibt und euch das Blut nicht in die Beine sackt.

Nach dem Schwitzen raus an die frische Luft und eiskalt abduschen

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Der Kaltwasserschlauch ist sanft und bringt den Kreislauf schonend in Gang (hier: Wellnesshotel Bad Clevers)

Nach dem Saunagang solltet ihr erst mal Sauerstoff tanken und ein paar Meter auf und ab gehen. Damit kühlt ihr eure Atemwege und Hautoberfläche ab. Innen ist der Körper jedoch noch ziemlich erhitzt, so dass eine kalte Dusche angesagt ist. Und ich meine: richtig kalt! Wer hofft, mit lauwarmem Wasser davonzukommen, wird sehr wahrscheinlich später Kreislaufprobleme haben. Also traut euch: Nehmt den Kaltwasserschlauch, zählt bis drei und legt los. Das Ganze sollte eh nur ein paar Sekunden dauern. Und ihr müsst auch nicht als erstes mit dem Kopf darunter, sondern könnt zunächst sanft die Beine und Arme, zum Schluss kurz Kopf und Rücken kühlen.

Entspannen in der Ruhephase

Nach der kalten Dusche nehmt ihr dieses angenehme Körpergefühl mit in die Entspannungshase: Zieht euren Bademantel an oder wickelt euch in ein großes Saunatuch und macht es euch für eine gute Viertelstunde gemütlich. Wenn ihr mögt, ist jetzt Zeit für den nächsten Saunagang.

Über die Autorin

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Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
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