Yoga in den Alpen

Wie kann ich Stress abbauen? Tipps um Stress aktiv entgegenzuwirken

10. März 2021

WorkLifeBalance Tipps Stressbewältigung Stress Sport

Raus aus dem Stress, rein ins Grüne

Wie kann ich Stress abbauen? Diese Frage ist sicherlich den meisten von uns bekannt. Ein Berg voller Arbeit türmt sich auf dem Schreibtisch, das Telefon klingelt ständig und der nächste Termin steht schon vor der Tür: Zeitdruck entsteht – und wir geraten in Stress. Unser Herzschlag beschleunigt sich, wir atmen schneller, werden unruhig und nervös. Zudem können wir uns kaum noch konzentrieren und keinen klaren Gedanken mehr fassen. Aber bevor wir uns damit befassen, wie sich Stress auswirkt, erklären wir erst einmal, was Stress überhaupt ist:

Was ist eigentlich Stress?

Äußere Einflüsse können unterschiedliche physische und psychische Reaktionen bei uns hervorrufen, eine davon ist das Gefühl von Stress. Generell lässt sich zwischen positivem und negativem Stress unterschieden. Positiver Stress – auch als Eustress bezeichnet – wirkt motivierend auf den Körper. Er funktioniert als Hilfsmittel, um schwierige Aufgaben zu bewältigen und sorgt in diesem Zuge für eine erhöhte Aufmerksamkeit sowie eine bessere Leistungsfähigkeit. Wenn das Gefühl aufkommt, für eine Situation keine Lösung zu finden oder sie nicht kompensieren zu können, entwickelt sich der Stress in eine negative Richtung. Er wird zum sogenannten Disstress und es entsteht ein Gefühl der Überforderung oder auch Bedrohung.

Wie entsteht Stress?

Evolutionär gesehen ist Stress eine wichtige Fähigkeit unseres Körpers. Einst war er überlebenswichtig, beispielsweise beim Flüchten oder Kämpfen. Im Gefahrenfall wird der ganze Körper in Alarmbereitschaft versetzt. Um diese Prozesse in Gang zu setzen, wird das Hormon Cortisol ausgeschüttet. Es aktiviert den Stoffwechsel und steigert so die verfügbare Energie im Körper.

Neben externen Faktoren können auch selbst auferlegte Ansprüche Leistungs- und Zeitdruck erzeugen. Manche Menschen arbeiten besser unter fordernden Bedingungen, ihnen hilft Stress beim Fertigstellen der Arbeit und dem Meistern von Aufgaben. Doch es ist wichtig, darauf zu achten, dass der Körper sich nicht dauerhaft in einem gestressten Zustand befindet. Für eine gute Gesundheit benötigt er Ruhephasen. Daher ist es wichtig, sich Bewältigungsmethoden anzueignen, um Stress abzubauen bzw. ihm aktiv entgegenzuwirken.

Wie kann ich Stress abbauen?

Nach stressigen Tagen, die uns einiges an Kraft abverlangen, erscheint das Ausruhen auf der Couch verlockend. Mit dem Lieblingsgetränk und einem Buch entspannen: Balsam für die Seele – oder doch nicht? Während wir uns einfach nur verkriechen und runterkommen möchten, sehnt sich der Körper in solchen Momenten oft nach Bewegung. Auch wenn wir scheinbar zur Ruhe kommen, sind die Stresshormone, die uns den ganzen Tag auf Trab gehalten haben, weiterhin im Körper vorhanden.

Ein Weg, diese abzubauen, ist sportliche Betätigung. Dabei spielt die Sportart keine Rolle. Hauptsache, es macht Spaß und lastet uns aus. Die Tätigkeit sollte jedoch nicht zu fordernd sein, ideal sind Spaziergänge in der Natur, entspanntes JoggenNordic Walking oder Radfahren. Diese Sportarten können wir individuell an Tagesform und Gefühlszustand anpassen, die Gedanken können schweifen. Andere bevorzugen eine Verbindung von bewusster Bewegung und mentaler Fokussierung wie beispielsweise YogaTai-Chi oder QiGong. Durch langsame, bewusste Bewegungen finden Körper, Geist und Seele Einklang.

WorkLifeBalance Tipps Stressbewältigung Stress Sport

Strandgymnastik macht zusammen gleich doppelt Spaß und hilft beim Stressabbau

Warum hilft Sport gegen Stress?

Unabhängig von der Art der Bewegung können sich Verspannungen lösen und der Körper baut Cortisol ab. Sind wir in Bewegung, produzieren wir vermehrt Endorphin und Serotonin – so wird der Hormonhaushalt ausgeglichen. Sport wirkt also regulierend auf das Stresshormon und stimulierend für unsere Glückshormone – das ist der Grund, warum wir uns nach dem Sport so gut fühlen. Zudem regt Sport die Durchblutung an, die dafür sorgt, dass der gesamte Körper gut mit dem im Blut enthaltenen Sauerstoff versorgt wird. Früher entstand Stress insbesondere bei körperlichen Tätigkeiten und wurde im Zuge dieser dann auch direkt wieder abgebaut. Heute müssen wir als „Schreibtisch-Täter“ aktiv etwas als Ausgleich unternehmen. Aber immer daran denken: Die körperliche Aktivität sollte nicht in neuem Stress münden.

Wie kann ich Stress vorbeugen?

Am besten ist es natürlich, es gar nicht erst so weit kommen zu lassen, dass der Stress überhandnimmt. Wie bereits erwähnt, gibt es verschiedene Bewältigungsmethoden für stressige Situationen. Neben diesen sollte man auch Routinen etablieren, um ausgeglichen zu sein und im Falle des Falles genügend Kraft zu haben, eine anstrengende Phase gut zu überstehen. Wer regelmäßig Sport treibt und sich selbst gut kennt, dem fällt es in stressigen Zeiten leichter, dem Körper etwas Gutes zu tun und dabei Freude zu empfinden. Spaß am Leben und ein positives Mindset sind die beste Stressprävention.

Um den Kopf frei zu bekommen oder sich innerlich neu zu sortieren, kann auch Meditation eine gute Methode sein. Wer sich körperlich erschöpft fühlt, aber sein Gedankenkarussell nicht anhalten kann, für den sind Achtsamkeitsübungen eine gute Idee. Wichtig ist es, sich voll auf die Situation einzulassen – besonders unter Zeitdruck ist das leichter gesagt als getan. Generell sollte man jedoch nicht zu streng mit sich selbst sein, denn oft ist man selbst sein schärfster Kritiker. Es kann nicht schaden, auch mal bewusst zu faulenzen oder die Freundin um motivierende Worte zu bitten.

Wichtig ist außerdem ein sinnvolles Haushalten mit den eigenen Ressourcen – das gilt für alle Lebensbereiche. Nicht nur ein fordernder Beruf kann Stress auslösen, es gibt auch den sogenannten Freizeitstress. Im Zweifelsfall einmal innehalten, um in sich hineinzuhorchen und auf das eigene Bauchgefühl zu hören. So kann man Klarheit gewinnen und mögliche Stressoren erkennen. Wir sind nicht in jeder Lebenssituation gleich leistungsfähig und das ist okay!

Das könnte Dich auch interessieren

WorkLifeBalance Tipps Stressbewältigung Stress Sport
WorkLifeBalance Tipps Stressbewältigung Stress Sport
WorkLifeBalance Tipps Stressbewältigung Stress Sport