Wellnessanwendung Felke – Licht, Luft, Wasser, Erde

Man ist immer wieder überrascht, was Menschen früher wussten, ohne auf die wissenschaftlichen Erkenntnisse der Neuzeit zurückgreifen zu können. Zum Beispiel, dass mit Wasser zu Schlamm verrührte Erde, die man auf die Haut schmiert, gesund ist. Die heilsame Wirkung mineralischer Erden kannte man bereits in der griechisch-römischen Antike. Damals nutze man man sie, um sich vor Krankheit und Vergiftung zu schützen. Anfang des 20. Jahrhunderts war es ein deutscher Pastor, der die Anwendung von Erde zu der bekannten Therapieform weiter entwickelte, die auch seinen Namen trägt: Felke. Doch wie genau wirkt Heilerde? Und was sagt die Wissenschaft der Neuzeit zu den Entdeckungen der Antike?

Die letzte Frage zuerst: Die Wissenschaft stützt die Therapie. Mehr als 2000 Jahre später lässt sich mit ihrer Hilfe beweisen, was die Menschen damals nur durch Erfahrung wussten: Heilerde ist gesund. Nun zur Wirkung:

Die Heilkraft mancher Erden liegt in deren mineralischer Struktur begründet. Wenn Gestein über Jahrmillionen verwittert, wird es zu feinstem Pulver zermahlen. Dadurch gewinnt es an Oberfläche, die mit anderen Stoffen eine Wechselwirkung eingehen kann. Die Heilerde, meist Lehm oder Löss, beginnt im Kontakt mit Wasser stark zu quellen. Aufgetragen auf die Haut, bindet sie Säuren und Giftstoffe aus dem Körper und gibt dabei Mineralstoffe an ihn ab. Ein gesundes Tauschgeschäft!

Wellnesshotel Felke

Typisches Felke Lehmbad in der Natur

Im Zentrum von Pastor Felkes Kur steht das Lehmbad. Besonders authentisch lässt es sich in den Sommermonaten erleben, wenn die milderen Themperaturen das Bad im kühlenLehm und mitten in der Natur zum Vergnügen werden lassen. Denn anders als Anwendungen mit Moor oder Fango, ist das Lehmbad nicht erwärmt. Es wird daher während der kälteren Jahreszeit in bodenbeheizte Hallen verlegt. Für jeden „Lehmbadenden“ wird die Heilerde frisch in die Grube gefüllt. Bis zu einer Stunde kann man täglich im Lehmbad verbringen. Idealerweise knetet man währenddessen den Schlamm in den Händen, massiert Arme und Beine, und ist somit immer in Bewegung. Zugleich erfordert der schwere, zähe Schlamm ruhige und langsame Bewegungen. Vor allem, wenn man sich nach dem Bad erhebt und die klitschige Erde vom Körper streift. Einen angenehmen Effekt spürt man nun, wenn der Lehm in einem dünnen Film auf der Haut trocknet und spannt. Dadurch wird die Haut intensiv durchblutet und gestrafft – ein Effekt, den man sich unter anderem bei der Behandlung von Cellulite zu nutzen macht. Auch wenn sich jetzt schon deutliche Entspannung eingestellt haben sollte, das Schönste steht noch bevor: Der Sprung ins klare Wasser!

Mehr Infos zu Felke gibt es hier.

(Bild: Menschels Vitalresort)

Über die Autorin

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Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
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