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Rezept: Pappardelle mit Kürbis-Steinpilz-Gemüse

20. September 2020

Der Kürbis – Wenn man an das Trendgemüse des Herbstes denkt, dann kommt einem wahrscheinlich sofort dieses Gewächs in den Kopf. Er ist in vielen verschiedenen Formen und Farben erhältlich und hat von September bis November Saison. Durch seine nussig-aromatische Note ist er in der Herbst- und Winterküche ein kulinarischer Knaller. Doch das war nicht immer so. Noch vor wenigen Jahrzehnten galt der Kürbis als „Arme-Leute-Essen“ und wurde als Viehfutter verschmäht, bis er wegen seiner gesunden Inhaltsstoffe und seines besonderen Geschmacks Einzug in die Haute Cuisine fand.

Ob zum Backen, Braten oder Kochen – Kürbis-Rezepte sind vielfältig, doch eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind super lecker!

Darum ist der Kürbis so gesund

Der Kürbis ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen und obendrein noch kalorienarm, da er bis zu 90 % aus Wasser besteht.

Zu den enthaltenen Mineralstoffen zählen vor allem Eisen und Kalium. Eisen ist am Sauerstofftransport in unserem Körper beteiligt und Kalium hat unter anderem Auswirkungen auf die Erregbarkeit der Nervenzellen, ist für die Herzgesundheit mitverantwortlich und wirkt Bluthochdruck entgegen. Zudem enthält das Fruchtfleisch Beta-Carotin, welches für die orange Färbung verantwortlich ist und vom Körper in Vitamin A umgewandelt wird. Vitamin A brauchen wir vor allem für unsere Augen, Haut und Schleimhäute. Außerdem kann das Fruchtfleisch des Herbstgewächses mit dem antioxidativen Vitamin C und den B-Vitaminen (B1, B3, B5, B6) für das Nervensystem, den Stoffwechsel, das Immunsystem überzeugen.

Kürbiskerne für Körper und Geist

Zusätzlich sind die Kerne des Kürbisses sind nicht zu verachten, denn auch sie liefern wertvolle Nährstoffe und wirken sich positiv auf Körper und Geist aus.

Sie enthalten unter anderem den Radikalfänger Vitamin E, wertvolle Enzyme, Beta-Carotin und ungesättigte Fettsäuren. Besonders bedeutsam ist die Wirkung der Omega-3-Fettsäuren, welche die Ausgangssubstanz für die Bildung von Gewebshormonen sind und sich so auf Blutdruck, den Fett- und Eiweißstoffwechsel, die Blutgerinnung, Entzündungen und die Immunabwehr auswirken.

Aber nicht nur dem Körper liefern sie den richtigen Treibstoff für lebenswichtige Prozesse, denn die enthaltene Aminosäure Tryptophan gilt als natürlicher Stimmungsaufheller und nimmt somit einen positiven Einfluss auf unseren Geist.

Das sind die 3 beliebtesten Speisekürbisse

Unterschiedliche Kürbisarten gibt es bis zu 800 Stück weltweit. Hier kommen 3 der beliebtesten Kürbisse in Deutschland:

Hokaido-Kürbis

Der japanische Hokaido-Kürbis ist seit den 1990er Jahren auch bei uns heimisch und dominiert durch seine Popularität deutlich den Kürbismarkt. Besonders an ihm ist sein faserarmes Fruchtfleisch, das auch nach dem Kochen und Braten noch bissfest bleibt. Zudem ist die Schale essbar, was natürlich einen enormen Zeitvorteil bietet. Geschmacklich erinnert er an Maronen und ist bestens geeignet für Suppen, Pürees, Risotto oder Süßspeisen.

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Butternut-Kürbis

Der Butternut-Kürbis unterscheidet sich durch seine birnenähnliche Form und blass-gelbliche Färbung besonders vom Hokaido-Kürbis. Sein Fruchtfleisch ist hellorange und besitzt ein, wie der Name es schon vermuten lässt, leicht süßliches Butteraroma.

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Muskatkürbis

Der Muskatkürbis gehört definitiv zu den Schwergewichten unter den Kürbissen und bringt gut mal 20 Kilo auf die Wage. Er ist ein universell einsetzbarer Speisekürbis mit einem leuchtend orangen Fruchtfleisch. Im Geschmack ist er süß-säuerlich mit leichter Muskat-Note.

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Leckere Steinpilz-Pasta mit Kürbis-Topping

Na, habt ihr jetzt Lust bekommen auf ein leckeres Kürbis-Rezept? Wie gut, dass wir hierfür einen Rezept-Tipp für euch haben, bei dem auch der Kürbis eine wichtige Komponente ist. Das Hotel Keßler-Meyer an der Mosel stellt euch ein tolles Rezept für gemütliche Herbstabende mit der Familie und Freunden vor.

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Zutaten für die Pappardelle

  • 160 g Mehl (Typ 405 oder besser sogar Typ 550)
  • etwas Mehl zum Bestäuben der Arbeitsfläche
  • 40 g Hartweizengries
  • 1 Ei
  • 4 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 1 Prise Muskat
  • 15 ml Olivenöl

Zubereitung der Pappardelle für die Steinpilz-Kürbis-Pasta

Den Hartweizengries, das ganze Ei und die 4 Eigelb mit Salz, Muskat und Olivenöl vermischen und anschließend mit dem Mehl zu einem Teig verkneten, bis dieser nicht mehr klebt.

Danach den fertigen Teig in Frischhaltefolie wickeln und 30 Minuten ruhen lassen.

Nach den 30 Minuten den Teig auf der mehlierten Arbeitsfläche mit dem Nudelholz auf ca. 3 mm Dicke ausrollen.

Den ausgerollten Teig in 3 -4 cm breite und ca. 20 cm lange Streifen schneiden. Besonders einfach geht das mit einem Pizza-Roller.

Schließlich die fertig zugeschnittenen Nudelstreifen in gesalzenem Wasser ca. 5 Minuten kochen, solange, bis sie al dente sind.

Wer die Nudeln nicht selbst machen möchte, kann alternativ auch 400 g frische Pappardelle im Feinkostladen oder an der Frischetheke im Supermarkt kaufen.

Zutaten für das Kürbis-Steinpilz-Gemüse

  • 1 große rote Zwiebel
  • 320 g Steinpilze (getrocknet oder Tiefkühlware)
  • 320 g Hokkaido-Kürbis
  • 250 ml Sahne
  • 30 g Petersilie (frisch oder TK)
  • 30 g Schnittlauch (frisch oder TK)
  • etwas Salz & Pfeffer
  • Olivenöl zum Anbraten
  • optional: 100 g Rote Beete Sprossen zur Dekoration

Zubereitung der Kürbis-Steinpilz-Pasta

Die Zwiebel in feine Würfel schneiden. Getrocknete Steinpilze ca. 10 Minuten im warmem Wasser einweichen oder die tiefgekühlten Steinpilze auftauen lassen. In 3 bis 4 cm große Stücke schneiden.

Den Kürbis ungeschält zerteilen, entkernen und in Würfel von 1 bis 2 cm Größe schneiden.Die Petersilie fein hacken, den Schnittlauch in feine Ringe schneiden.

Dann werden die geschnittenen Steinpilze in einer Pfanne mit etwas Olivenöl goldgelb angebraten, die Kürbiswürfel dazugegeben und mitgebraten. Zum Schluss die Zwiebelwürfel kurz mit anrösten.

Das Gemüse mit Salz und Pfeffer würzen und mit der Sahne ablöschen.

Die Pappardelle hinzugeben und alles zusammen noch 1 – 2 Minuten köcheln lassen. Zuletzt noch einmal abschmecken und gegebenenfalls nachwürzen, dann die geschnittenen Kräuter zufügen.

Auf vorgewärmten Pasta- oder tiefen Tellern anrichten und, wenn gewünscht, ein paar Sprossen Rote Beete darauf setzen. Fertig!

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