Einfach mal gar nichts tun: Wie Pausen die Work-Life-Balance ins Lot bringen

WorkLifeBalance Achtsamkeit

Seeblick in der Seezeitlodge

Kein Medienbericht zum Arbeitsalltag in Deutschland, ohne dass der Begriff Work-Life-Balance darin auftaucht. Die Generation Y fordert sie, dem Rest scheint sie irgendwie auch zu fehlen. Fakt ist: Es wird viel diskutiert um die Balance zwischen Arbeits- und Privatleben, von der es heißt, dass sie unser Leben zugleich effizienter und lebenswerter machen soll. In den Hintergrund tritt dabei meist Omis Weisheit, dass es manchmal gar nicht so schlecht ist, wenn man einfach mal eine Pause macht: Das Büro mal kurz verlassen, die Enten beim Gründeln beobachten und das Smartphone in die Tasche versenken. 

Keine Frage, die Karte stehen oft schlecht für die kleine Pause zwischendurch: Der Chef will was von Ihnen, asap versteht sich, die Wohnung räumt sich bislang noch nicht alleine auf und wer Freunde haben will, muss sie auch beizeiten mal anrufen. Oder wenigstens ab und zu mal was auf Facebook posten. Dabei ist es mit Pausen genauso wie mit allen schönen Dingen im Leben – sie werden einem leider nicht geschenkt. Man muss sie sich aktiv nehmen, manchmal sogar darum kämpfen. Und das flößt vielen von uns einen gehörigen Respekt ein. Das ist verständlich, schließlich möchte man gute Arbeit leisten. Außerdem steht man heute unter hohem Konkurrenzdruck. Da kommen Pausen nicht immer so gut an. In vielen Fällen ist es jedoch so, dass wir uns selbst noch eine gehörige Portion zusätzlichen Druck aufladen. Oder wir haben schlicht verlernt, wie das geht: Nichtstun, uns was Gutes tun.

Da hilft es, wenn man mal einen Moment achtsam innehält und in sich hineinhorcht. Denn irgendwo tief in uns drin, wissen wir noch, wie das geht. Wie es sich anfühlt, einfach mal runterzukommen, nichts zu tun und sich doch nicht zu langweilen. Wie man gestärkt aus diesen Momenten hervortritt, in denen man nicht selten eine größere Klarheit erlangt. Insofern ist Work-Life-Balance nicht nur eine Frage der Umstände, sondern eine sehr persönliche. Sie lässt sich nämlich nur schwer durch Gesetze verordnen, man muss sie vielmehr aktiv wollen und individuell Grenzen setzen.

In diesem Sinne ist es Zeit für ein Revival, ein Revival der kurzen Pause zwischendurch und natürlich des guten alten Feierabends!

Über die Autorin

WorkLifeBalance Achtsamkeit
Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
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