Achtsamkeit und Meditation: Wie mentales Training uns stark macht

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Meditieren in der Natur ist ein besonderes Erlebnis: Hubertus Alpin Lodge & Spa

Meditieren, ist das nicht einfach nur Stillsitzen, Atmen und Nichtstun? Von außen betrachtet: ja. Von innen gesehen: weit mehr als das. Durch Achtsamkeit und Meditation entspannt nicht nur der Geist, auch das vegetative Nervensystem wird positiv beeinflusst. Mit Meditation kann man Schlafstörungen beheben und Schmerzen lindern. Das Beste daran: Die Wirkung bleibt auch dann bestehen, wenn wir uns nach der Meditation wieder anderen Dingen zuwenden. Wie bei anderen Trainings auch, muss man es nur in gewissen Abständen wiederholen, damit sich Gelassenheit und Gesundheit als Folge der Meditation im Alltag verankern. 

Stress – ein bekanntes Szenario
Die To-Do-Liste wächst, ständig kommen neue Punkte hinzu (von denen die meisten den Vermerk wichtig tragen). Währenddessen klingelt Ihr Telefon (erneuter Handlungsbedarf). Und eigentlich waren Sie doch gerade dabei, diese Sache hier zu beenden (bei der Sie in den letzten Stunden immer wieder unterbrochen wurden). Der Nächste, der jetzt in Ihrer Tür erscheint, erntet mindestens ein gebelltes „Was gibt’s?“, noch bevor er „Hallo“ sagen kann. Während Ihr Geist hektisch die Bäume auf der Suche nach dem Wald durchforstet (natürlich ohne Ergebnis), geht Ihr Atem schneller, der Pulsschlag ist erhöht und ein leichter Schweißfilm ziert Ihre Hände. Das Nebennierenhormon Adrenalin leistet ganze Arbeit: Sie haben Stress. 

Wünschenswerte „Anti-Stress-Reaktion“
Meditation, so beweisen zahlreiche Studien, löst die gegenteilige Reaktion im Körper aus, eine „Anti-Stress-Reaktion“ sozusagen. Der Geist fokussiert, die Gedanken verlangsamen sich, der Körper entspannt: Er verbraucht weniger Sauerstoff, der Blutdruck sinkt und das Stresslevel pendelt sich auf Normalnull ein. Wer meditiert, wirkt daher aktiv gegen den Stress ein, er verhindert damit seine krankmachenden Folgen, wie Burn-Out, Schlafstörungen oder Bluthochdruck. Die Achtsamkeit wirkt in diesem Fall vorbeugend. Doch auch wenn bereits Symptome bestehen, kann Meditation helfen. Zum Beispiel bei chronischen Schmerzen:  Statt sie zu bekämpfen, übt man sich mittels Achtsamkeit darin, die Schmerzen einfach nur wahrzunehmen – und kann sie so in den meisten Fällen spürbar lindern.

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Frische Frühlingsluft atmen: Freund – Das Hotel und Spa-Resort

Gelassenheit ist wie Jonglieren – man kann es lernen
Eine der interessantesten Erkenntnisse der Wissenschaft ist zugleich eine sehr motivierende: Wer regelmäßig meditiert, verbessert damit dauerhaft seine Fähigkeit, gelassener zu sein – und wird damit stressresistenter und glücklicher. Bei Untersuchungen mit Menschen, die regelmäßig meditieren, zeigt sich eine strukturelle Veränderung im Gehirn: So verdichtet sich die graue Substanz in der linken Hirnhälfte – ein Nachweis dafür, dass sich Nerven neu verbinden. Auch andere Hirnareale vernetzen sich, sodass der Effekt der Meditation – die Gelassenheit – auch über das eigentliche Praktizieren hinaus bestehen bleibt. Die entspannte Geisteshaltung, die man mittels Achtsamkeit und Meditation herbeiführen kann, verankert sich im Alltag und wird Teil unseres Lebensstils.

Wer weiter in das Thema einsteigen möchte, dem empfehlen wir den Film Free the mind, der zurzeit in den Kinos läuft. Er portraitiert den amerikanischen Wissenschaftler Richard Davidson, der als einer der Pioniere der Meditation den strukturellen Umbau des Gehirns beschrieben hat. Außerdem lohnt sich ein Blick auf die Website des Kongresses Meditation und Wissenschaft, an dem sich verschiedene Sparten mit der praktischen Wirkung von Meditation auseinandersetzen.

Über die Autorin

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Tanja
Tanja ist auf der Suche nach allem, was das Leben genussreich und lebendig macht. Zu Essen und Wein sagt sie selten Nö – vorausgesetzt, es ist gut und lecker. Am liebsten kocht sie jedoch selbst. Dabei probiert sie immer wieder neue Richtungen aus, aktuelle Passion: Rohkost. Wenn Tanja nicht gerade beratend oder textend für ihre Kunden unterwegs ist, erfindet sie ihre eigenen Geschichten, die sie auch selbst illustriert – sind aber noch geheim ☺
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