WorkLifeBalance Tipps Sport mareike

Ruheraum im Wellnesshotel Diedrich

 

Warum Sport so gut tut

Wer kennt es nicht? Ein Berg voller Arbeit türmt sich auf dem Schreibtisch, das Telefon klingelt ständig und der nächste Termin steht schon vor der Tür: Zeitdruck entsteht – und wir geraten in Stress. Unser Herzschlag beschleunigt sich, wir atmen schneller, werden unruhig und nervös. Zudem können wir uns kaum noch konzentrieren und keinen klaren Gedanken mehr fassen. Aber bevor wir uns damit befassen, wie der Stressabbau gelingt, erklären wir erst noch einmal, was Stress überhaupt ist: 

Was ist eigentlich Stress?

Stress ist evolutionär eine sehr wichtige Fähigkeit unseres Körpers. Einst war er tagtäglich überlebenswichtig: Denn im Fall von Gefahr können wir so unseren ganzen Körper aktivieren und in Alarmbereitschaft versetzen, wie beispielsweise im Falle einer Flucht oder eines Kampfs. Für diese Prozesse ist besonders das Hormon Cortisol wichtig: Es aktiviert den ganzen Stoffwechsel und steigert so die verfügbare Energie im Körper. Wie früher wird auch heute das Gefühl von Stress durch äußere Einflüsse hervorgerufen und bezeichnet unterschiedliche psychische und physische Reaktionen des Körpers. Generell lässt sich zwischen positivem und negativem Stress unterschieden. Positiver Stress oder auch Eustress wirkt motivierend auf den Körper. Er funktioniert als Hilfsmittel, um schwierige Aufgaben zu bewältigen und sorgt in diesem Zuge für eine erhöhte Aufmerksamkeit sowie eine bessere Leistungsfähigkeit. Wenn das Gefühl entsteht, für eine Situation keine Lösung zu finden oder sie nicht kompensieren zu können, entwickelt sich der Stress in eine negative Richtung. Er wird zum Disstress und es entsteht ein Gefühl der Bedrohung oder Überforderung. Die Stressauslöser können auch hier externe Faktoren sein, aber auch durch selbst auferlegten Leistungs – und Zeitdruck entstehen.

WorkLifeBalance Tipps Sport mareike

Gemeinsames Dehnen nach dem Sport, Bild von den Wellness-Hotels & Resorts

Wie lerne ich mit Stress umzugehen?

Nach stressigen Tagen, die uns einiges an Kraft abverlangen, ist die Couch unsere Wohlfühloase schlechthin. Mit einer heißen Tasse Tee und einem Buch einkuscheln und einfach entspannen: Balsam für die Seele – oder doch nicht? Während wir uns einfach nur verkriechen und ausruhen möchten, sehnt dieser sich in solchen Momenten oft nach Bewegung. Auch wenn wir scheinbar zur Ruhe kommen, bleiben die Stresshormone, die uns den ganzen Tag auf Trab gehalten haben, weiterhin im Körper vorhanden. Sie drehen munter ihre Runden durch unseren Körper, aber richten sich bei einem dauerhaften Stresszustand gegen den eigenen Körper. Früher entstand Stress insbesondere bei körperlichen Tätigkeiten und wurde im Zuge von diesen direkt wieder abgebaut. Heute müssen wir als „Schreibtisch-Täter“ aktiv etwas für den Abbau von diesen tun. Ein Weg, diese der Entspannung entgegenwirkenden Hormone loszuwerden, ist Sport. Sind wir in Bewegung, bauen wir das Stresshormon Cortisol ab, produzieren vermehrt die Glückshormone Endorphin und Serotonin und gleichen mit ihnen unseren Stresshormonhaushalt aus.

Wie hilft Sport gegen den Stress?

Dabei spielt die Sportart keine Rolle. Hauptsache, es macht Spaß und lastet uns aus. Dabei sollte er jedoch nicht zu fordernd sein. Ideal sind beispielsweise Spaziergänge in der Natur, entspanntes Joggen, Nordic Walking oder Radfahren. Diese Sportarten können wir individuell an Tagesform und Gefühlszustand anpassen, unsere Gedanken können wir währenddessen einmal wieder schweifen lassen. Andere bevorzugen eine Verbindung von bewusster Bewegung und mentaler Fokussierung wie beispielsweise Yoga, Tai-Chi oder QiGong. Durch langsame, bewusste Bewegungen finden Körper, Geist und Seele in Einklang. Unabhängig von der Art der Bewegung lösen sich Verspannungen und der Körper baut das Hormon Cortisol ab. Zudem regt Sport die Durchblutung sowie die Sauerstoff- und Blutversorgung des gesamten Körpers an – ein Grund, warum wir uns nach dem Sport so gut fühlen. Und immer daran denken: Die körperliche Aktivität sollte nicht wieder in neuem Stress münden.

Das könnte Dich auch interessieren

WorkLifeBalance Tipps Sport mareike
WorkLifeBalance Tipps Sport mareike