Die Wiederentdeckung der Muße – Warum Entschleunigung so wertvoll ist

Relax – 21. Februar 2025
Hängematte

Vielleicht ein wenig altbacken klingt das Wort Muße heute in unseren Ohren. Und doch weckt es eine unbestimmte Sehnsucht. Eine Erinnerung an Zeiten, in denen Muße ein kostbarer Bestandteil des Lebens gewesen sein muss. Die Vorstellung eines solchen Augenblicks, in dem alles zu einem größeren Ganzen zusammenfließt und jede hektische Betriebsamkeit einem meditativen Staunen weicht, ist für uns heute regelrecht bezaubernd. Wäre es nicht toll, wenn wir diese Momente der Muße wie kleine Schätze in unsere Gegenwart retten könnten?

Inhaltsverzeichnis

Die Sehnsucht nach Muße

Tatsächlich erfährt das Verlangen nach Auszeiten dieser Art heute ein Revival. Gegen die Beschleunigung unseres Alltags stemmt sich eine an Einfluss gewinnende Bewegung für die Langsamkeit: Slow Food, Slow Travel und Slow ganz allgemein liegen im Trend. Ihnen allen gemein ist die Idee, dass nur die Verlangsamung unser Bewusstsein schärft. Durch sie werden unsere Gedanken klar, unsere Sinne wach, wir treten in Kontakt mit uns und unserer direkten Umwelt. Slow stärkt somit auch unser Urteilsvermögen: Wir erkennen, was uns guttut und was nicht.

Sich selbst Auszeiten gönnen

Das Bewusstsein für die eigenen Chancen und Grenzen ist heute mehr denn je eine Grundvoraussetzung für das eigene Wohlbefinden. Wenn beinahe jede Entscheidung – ob wichtig oder banal – die Wahl zwischen unzähligen Optionen nahelegt, werden Muße und Entschleunigung zum Anker, der uns auf rauer See eine Verschnaufpause verschafft. So können wir in Ruhe sondieren und schließlich wieder Fahrt aufnehmen. Bleibt nur die Frage: Wie mache ich solche Momente der Entschleunigung möglich?

Angesichts der hohen Geschwindigkeit unseres Alltags fällt es uns in der Regel eher schwer, einen Gang zurückzuschalten. Zu eng fühlen wir uns eingebunden in feste Strukturen und äußere Umstände. Die Dinge scheinen auf den ersten Blick unabänderlich, unsere Möglichkeiten, uns ihnen zu entziehen, dagegen begrenzt. Leichter fällt die Wiederentdeckung der Muße, wenn wir sie in einer von der gewohnten Umgebung möglichst verschiedenen Lebenslage suchen: im Urlaub.

Muße als Schlüssel zu mehr Achtsamkeit

Im Urlaub lernen wir wieder, den Moment zu leben, die Uhren langsamer ticken zu lassen und unsere eigenen Bedürfnisse zu spüren. Alles kann, nichts muss – diese Freiheit dringt außerhalb des Alltags mit großer Leichtigkeit in jede Pore des Körpers, belebt unsere Sinne und inspiriert den Geist. Wer einmal die Muße für sich entdeckt hat, kann sie auch in Zukunft in sich wachrufen – und wird so zum Hüter seines eigenen Kraftschatzes.

Doch Muße muss nicht nur ein seltenes Gut der Urlaubszeit bleiben. Rituale im Alltag helfen dabei, kleine Inseln der Entschleunigung zu schaffen: Ein achtsames Frühstück ohne Handy, ein Spaziergang ohne Ziel oder bewusstes Nichtstun können wahre Wunder wirken. Die Kunst der Muße besteht darin, sich bewusst Momente des Innehaltens zu gönnen – unabhängig davon, ob es ein langes Wochenende oder nur eine halbe Stunde im Park ist.

Die Kunst, Muße im Alltag zu bewahren

Die Herausforderung besteht darin, Muße auch im Alltag Raum zu geben. Oft sind es äußere Verpflichtungen und die eigene Erwartungshaltung, die uns daran hindern. Doch wer sich bewusst Zeit für sich selbst nimmt, schafft es, innere Ruhe zu kultivieren. Ein Tagebuch, das am Abend reflektiert, welche Momente der Muße es heute gab, kann helfen, diesen bewussten Zustand zu festigen.

Die Fähigkeit, sich Zeit für echte Muße zu nehmen, ist nicht nur ein Luxus, sondern eine essenzielle Form der Selbstfürsorge. Wer sich regelmäßig solche Momente gönnt, fördert nicht nur sein Wohlbefinden, sondern auch seine Kreativität, mentale Widerstandskraft und Lebensqualität. Muße ist somit kein Relikt aus vergangenen Zeiten, sondern ein Schatz, den wir in unsere moderne Welt hinüberretten sollten.

Wibke
Als Wellness-Bloggerin zu den Schwerpunkten Beauty und Ernährung liegen Wibke gesunder Genuss und alles, was die Schönheit unterstützt, besonders am Herzen. Aber auch zu vielen anderen Themen hackt die Pressesprecherin der Wellness-Hotels & Resorts gerne in die T…

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